Weinhoheiten
2010/2011
In vino veritas - im Wein liegt Wahrheit: das wussten schon die alten Römer, als sie bei der Eroberung Germaniens auch in der Pfalz die ersten Reben pflanzten. Was sie damals nicht wissen konnten, war, dass die Repräsentanz des Rebensaftes viele Jahrhunderte später ausschließlich in weiblicher Hand liegen würde.
Jedes Jahr kürt auch die Verbandsgemeinde Wachenheim ihre Weinprinzessinnen, die mit Charme und Engagement die sonnenverwöhnten Weine und spritzigen Sekte aus den bekannten Weinlagen in und um Wachenheim präsentieren.
Aber mit Charme allein ist es nicht getan: wer als Weinhoheit ein Jahr lang das Zepter schwingen will, der muss auch über allerhand Sachkenntnis verfügen. (In der Regel entstammen die jungen Damen alt eingesessenen Winzerfamilien.)
Bei Weinfesten und Weinproben, kulturellen Veranstaltungen und viele anderen Gelegenheiten machen die Weinprinzessinnen die Honneurs.
Spannend wird es dann immer wieder im Herbst, wenn im Rahmen des Deutschen Weinlesefestes der Kampf um die Kronen entbrennt: sowohl die Pfälzische als auch die Deutsche Weinkönigin wird in Neustadt gewählt und gekrönt. Dabei haben natürlich auch die Weinhoheiten aus der Wein- und Ferienregion Wachenheim die Chance sich zu bewerben und nach den höchsten Ehren zu streben.
Ellerstadter Weinprinzessin
Franziska Keck heißt die Ellerstadter Weinprinzessin, die als Franziska I. ihre
Regentschaft ausübt.
Auf dem elterlichen Weingut aufgewachsen, liegt ihr die Liebe zum Wein im Blut. Nach dem Besuch der Grundschule in Ellerstadt und der Carl-Orff-Realschule in Bad Dürkheim absolvierte sie zwischen 2007 und 2010 eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau bei der Niederkirchener Weinmacher eG. Natürlich in der Sparte "Wein", was sonst; hat die junge Dame (Jahrgang 1991) ihre Liebe zu diesem Produkt und den schönen damit verbundenen Festen doch schon früh entdeckt.
So freut sie sich auch ganz besonders auf "viele abwechslungsreiche Veranstaltungen und schöne Stunden mit faszinierenden Weinen und interessanten Menschen" während ihrer Amtszeit. Daneben bleibt hoffentlich auch noch Zeit für ihre anderen Hobbys: Sport im Allgemeinen und Tanzen im Besonderen. Ihre Lieblingsrebsorte ist übrigens der Gewürztraminer, ansonsten trinkt sie, was ihr schmeckt!
Friedelsheimer Weinprinzessin
Für Christina Braun ging nach eigenen Worten ein Traum in Erfüllung:
von Kindesbeinen an wünschte sich die Friedelsheimer Winzertochter,
Weinprinzessin zu werden. Mit 18 Jahren, übernahm die
Abiturientin das Amt von ihrer Vorgängerin Kim Louise Reinhardt. Zwei
Jahre lang wird Christina Braun als Christina I. ihre Weinbaugemeinde
und deren Erzeugnisse repräsentieren.
Die richtigen Voraussetzungen bringt sie mit: aufgewachsen in einem Winzerbetrieb, hat sie schon oft in den Ferien bei der Weinbergsarbeit geholfen, im Januar Reben geschnitten oder – seit sie alt genug dafür ist – während der Lese auch mal einen Vollernter gefahren.
Dass sie redegewandt und kontaktfreudig ist (als Schülervertreterin im Werner-Heisenberg-Gymnasium war beides gefordert), kommt ihr ebenfalls zugute.
Den vielen Terminen und Weinproben, die in den nächsten zwei Jahren auf sie zukommen, sieht sie gelassen entgegen.
Apropos Wein: Christina bevorzugt Gewürztraminer, lässt sich ansonsten aber nicht festlegen. Sie trinkt ganz einfach, was ihr schmeckt. Ihr neues Amt übt sie übrigens auch mit einer neuen Krone aus. Thomas Bartz von der Neustadter "Schmuckgalerie Artefact" hat für Christina (und ihre Nachfolgerinnen) einen edlen Kopfschmuck geschaffen, in den ein Dubbeglas und das Friedelsheimer Wasserschloss eingearbeitet wurde.
Wer unsere Weinhoheiten einmal kennen lernen möchte, hat dazu vor allem bei unseren Wein- und Heimatfesten Gelegenheit (siehe Veranstaltungskalender).
