Weinhoheiten
2009
In vino veritas - im Wein liegt Wahrheit: das wussten schon die alten Römer, als sie bei der Eroberung Germaniens auch in der Pfalz die ersten Reben pflanzten. Was sie damals nicht wissen konnten, war, dass die Repräsentanz des Rebensaftes viele Jahrhunderte später ausschließlich in weiblicher Hand liegen würde.
Jedes Jahr kürt auch die Verbandsgemeinde Wachenheim ihre Weinprinzessinnen, die mit Charme und Engagement die sonnenverwöhnten Weine und spritzigen Sekte aus den bekannten Weinlagen in und um Wachenheim präsentieren.
Aber mit Charme allein ist es nicht getan: wer als Weinhoheit ein Jahr lang das Zepter schwingen will, der muss auch über allerhand Sachkenntnis verfügen. (In der Regel entstammen die jungen Damen alt eingesessenen Winzerfamilien.)
Bei Weinfesten und Weinproben,
kulturellen Veranstaltungen und viele anderen Gelegenheiten machen die
Weinprinzessinnen die Honneurs.
Spannend wird es dann immer wieder im Herbst, wenn im Rahmen des
Deutschen Weinlesefestes der Kampf um die Kronen entbrennt: sowohl die
Pfälzische als auch die Deutsche Weinkönigin wird in Neustadt gewählt
und gekrönt. Dabei haben natürlich auch die Weinhoheiten aus der Wein-
und Ferienregion Wachenheim die Chance sich zu bewerben und nach den
höchsten Ehren zu streben.
Ellerstadter Weinprinzessin

Im Rahmen eines Empfangs im Bürgerhaus
wurde Katharina Weilbrenner inthronisiert. In Anwesenheit zahlreicher
Bürger und Ehrengäste, unter ihnen auch die Pfälzer Weinkönigin Julia
Becker aus Edesheim, trat sie ihr Amt als neue Ellerstadter
Weinprinzessin an.
Ganz besonders freut sie sich darüber, dass sie ausgerechnet im
Jubiläumsjahr ihre Heimatgemeinde und deren Weine bewerben darf
Friedelsheimer Weinprinzessin

Für Christina Braun ging nach eigenen Worten ein Traum in Erfüllung:
von Kindesbeinen an wünschte sich die Friedelsheimer Winzertochter,
Weinprinzessin zu werden. Jetzt, mit 18 Jahren, übernahm die
Abiturientin das Amt von ihrer Vorgängerin Kim Louise Reinhardt. Zwei
Jahre lang wird Christina Braun als Christina I. ihre Weinbaugemeinde
und deren Erzeugnisse repräsentieren.
Die richtigen Voraussetzungen bringt sie mit: aufgewachsen in einem
Winzerbetrieb, hat sie schon oft in den Ferien bei der Weinbergsarbeit
geholfen, im Januar Reben geschnitten oder – seit sie alt genug dafür
ist – während der Lese auch mal einen Vollernter gefahren.
Dass sie redegewandt und kontaktfreudig ist (als Schülervertreterin im
Werner-Heisenberg-Gymnasium war beides gefordert), kommt ihr ebenfalls
zugute.
Den vielen Terminen und Weinproben, die in den nächsten zwei Jahren auf
sie zukommen, sieht sie gelassen entgegen.
Apropos Wein: Christina bevorzugt Gewürztraminer, lässt sich ansonsten
aber nicht festlegen. Sie trinkt ganz einfach, was ihr schmeckt. Ihr
neues Amt übt sie übrigens auch mit einer neuen Krone aus. Thomas Bartz
von der Neustadter "Schmuckgalerie Artefact" hat für Christina (und ihre
Nachfolgerinnen) einen edlen Kopfschmuck geschaffen, in den ein
Dubbeglas und das Friedelsheimer Wasserschloss eingearbeitet wurde.
Gönnheimer Weinprinzessin

Isabelle Blaul
Wer unsere Weinhoheiten einmal kennen lernen möchte, hat dazu
vor allem bei unseren Wein- und Heimatfesten Gelegenheit (siehe
Veranstaltungskalender).