Historischer Garten

Was wurde um 1350 in Wachenheim angepflanzt und geerntet und was kam bei den verschiedenen Bevölkerungs-schichten auf den Tisch? Auf diese Fragen wird die Initiative Wachenheimer Stadtmauer im Jahr des Doppeljubiläums (1250 Jahre Ersterwähnung im Lorscher Codex, 675 Jahre Verleihung der Stadtrechte) Antworten geben, die man sehen, riechen und letztlich auch schmecken kann. An der Stadtmauer, auf dem Grundstück Dr. Bürklin-Wolf, entsteht ein „historischer Garten“ auf über 2.000 Quadratmetern Fläche, 800 davon sollen schon jetzt, im ersten Jahr, angepflanzt und bewirtschaftet werden.
Die Idee hatte Pierre Amblard, Gästeführer der TI Wachenheim und engagiertes Mitglied der Stadtmauer-Initiative, zugleich begeisterter Hobby-Gärtner und Hobby-Koch. Auf der Gemüseliste steht Bekanntes wie Fenchel, Flaschenkürbis, Lauch oder Spinat, aber auch (fast) in Vergessenheit Geratenes wie Pastinake, Winterzwiebel, Stoppelrübe oder Melde. Neben Gemüse soll der historische Garten auch umfangreiche Kräuterbeete und Obstbäume mit alten Sorten enthalten.
Einiges wird künftig auf dem Kräutermarkt erhältlich sein, ebenso in einem Wachenheimer Gemüseladen. Spannend versprechen die geplanten „Mittelalterabende“ im Café Kulturey zu werden: dort wird Pierre Amblard aus den Produkten des historischen Gartens zubereitete Gerichte servieren. 

Offiziell eröffnet wird der Garten am Samstag, 9. April, ab 10.30 Uhr; am Vorabend (8.4., 19.30 Uhr) erzählt Pierre Amblard einiges zur Garten-Geschichte und serviert Kostproben historischer Gerichte nach alten Rezepten im Café Kulturey.